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Kurzchronik des Quartettvereins "Concordia" Reinsfeld
Männerchor und Orchesterverein Türkismühle beim Ausflug 1957 vor der Buchwaldhalle Nohfelden. Copyright Foto Quartettverein Concordia Reinsfeld / Privat.

Hundert Jahre mit "Herz beim Gesang" - Jubiläumsfeiern

Auf sein hundertjähriges Bestehen kann der Reinsfelder Gesangverein im Jahr 2012 zurückblicken. Grund genug, das Jubiläum mit drei Veranstaltungen über das Jahr verteilt gebührend zu feiern. Den Anfang macht ein A-cappella-Abend am Freitag 9. März, gefolgt von einem Dorf- und Sängerfest am 23.und 24. Juni diesen Jahres. Den Abschluss bildet ein Jubiläumskonzert mit befreundeten Vereinen am 17. November 2012, exakt am 100. Geburtstag.

Ein runder Geburtstag dieses Ausmaßes ist aber auch Grund genug, die Entwicklung des Vereins mit seinen Höhen und Tiefen in aller Kürze zusammengefasst darzustellen. Die Gesangvereine mit ihren unterschiedlichen Chorformationen können sich sicherlich nicht mit den Mitgliederstarken Breitensportvereinen messen und sind gerade in der jüngeren Zeit mehr als alle anderen vom Zeitgeist abhängig und von Mitgliederschwund und Nachwuchsproblemen geplagt. Darüber hinaus ist es enorm schwierig geworden, einen guten, von Idealismus geprägten und bezahlbaren Chorleiter zu finden und „bei der Stange zu halten“. Von all diesen Sorgen kann auch der Jubiläumsverein im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied singen. Das alles hält die aktiven Sängerinnen und Sänger aber nicht davon ab, hoffnungsvoll nach vorne zu blicken und mit Herz bei der Sache zu sein. Schließlich hatten ihre Vorväter ganz andere Probleme zu bewältigen.

Eine Schar sangesfreudiger Männer gründete am 17. November 1912 im Rahmen einer „öffentlichen Versammlung im Zimmer´schen Saale in Reinsfeld“ den Gesangverein „Concordia“ Reinsfeld – zunächst ein reiner Männerchor. Die Aufnahmegebühr betrug 1 Mark und der Monatsbeitrag 50 Pfennig (damals der Preis für etwa 2,5 Liter Bier). Doch kaum zwei Jahre nach Gründung musste wegen des 1. Weltkrieges die Vereinstätigkeit bereits ruhen.
Obwohl der Krieg dem Chor herbe Verluste beschert hatte, begann man bereits im Januar 1919 wieder mit dem Probenbetrieb. Im Juni 1925 wurde die Zusammenführung des Vereins mit dem 1923 neugegründeten „Quartettverein“ beschlossen. Damit verbunden war eine Namensänderung in „Quartettverein Concordia Reinsfeld“.  Im gleichen Jahr erhielt der Verein eine Standarte mit der Inschrift „Rein im Sang, treu im Wort, fest in Eintracht immerfort“.
Unter dem Dirigat von Karl Manderscheid, der den Chor über 40 Jahre lang leitete, strebte der Verein schon sehr bald und mit wachsendem Erfolg danach, sich in Gesangswettstreiten mit anderen Chören der Region zu messen. Im Ort zeichnete er, teils in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, bis zur Gründung des selbstständigen Karnevalsvereins im Jahre 1970 verantwortlich für die Karnevalsveranstaltungen. Außerdem führte man zur Belustigung der Bevölkerung Familienabende und Theaterabende durch. Leider wurde die Vereinstätigkeit wegen des NS-Gleichschaltungsgesetzes wieder unterbrochen. Mitte des Jahres 1933 wurde in Umsetzung dieses Gesetzes das „Führerprinzip“ auch in der Vereinslandschaft eingeführt. Dies äußerte sich formal darin, dass der Vorsitzende des Vereins „entsprechend der Gleichschaltung neugewählt“ wurde. Die Ernennung seiner Vertreter „unterlag der Genehmigung der höheren Stellen“. Ob der Gesang bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieg im bisherigen Rahmen oder im Sinne der NS-Doktrin weiter gepflegt wurde, lässt sich nicht sagen, da die Chronik in dieser Zeit keine Eintragungen enthält. 

Am 04. Oktober 1948 (Kirmesmontag) nahm der Verein seine Sangestätigkeit mit 45 Aktiven wieder auf. Der Monatsbeitrag wurde auf 1 DM (damals der Preis für etwa 1 Liter Bier) festgesetzt. Im Juni 1952 wurde im Rahmen des Jubiläumsfestes zum 40. Geburtstag als Ersatz für die (heute noch vorhandene) Standarte eine richtige Fahne geweiht. Mitte der fünfziger Jahre begann man damit, in Reinsfeld selbst die ersten Konzerte und später auch die Durchführung von Leistungssingen zu organisieren. Zu den Konzerten verpflichtete man nicht nur Männerchöre der Region, sondern auch Orchester und Musikvereine aus dem benachbarten Saarland und sogar die Sängerknaben aus Lothringen. Dank der unermüdlichen Arbeit des Dirigenten Karl Manderscheid, der erst 1965 an seinem 77. Geburtstag den Dirigentenstab weglegte,  konnte man bald an die Leistungen der Vorkriegsjahre anknüpfen und manchen Preis gewinnen. (Text/Foto Quartettverein Concordia Reinsfeld e.V. / eingestellt von S4P Marketing PR Sponsoring Jürgen A. Slowik 2/2012)

Hundert Jahre lang „Mit Herz beim Gesang“

Meisterchor 1975 . Foto Quartettverein Concordia Reinsfeld

Quartettverein „Concordia“ Reinsfeld feiert Jubiläum

Nach Hinweisen zu den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr und Schilderung der ersten fünfzig Jahre in der Geschichte des Vereins folgt nun ein Kurzbericht über die „Neuzeit“, die dem Verein nach dem Neuanfang die größten Erfolge brachte.

Nach Ausscheiden des langjährigen Dirigenten Karl Manderscheid war mit Hermann-Josef Steinheuer schnell ein neuer Dirigent gefunden. Mehr noch als seinem Vorgänger gelang es ihm, den Chor zu immer größeren Leistungen zu bringen und zu einem „Vorzeigechor“ in der Region zu etablieren. Nach einem ersten vergeblichen Anlauf (das Bundeschorsingen in Bernkastel 1968 wurde nicht bewertet) gelang es schließlich dem Männerchor im November 1975 in Sobernheim zum ersten Mal den Titel „Meisterchor“, die höchste Auszeichnung des Landeschorverbandes, mit der Note „Sehr gut“ zu erringen. Auf Betreiben des Dirigenten und des damaligen 1.Vorsitzenden, Herbert Lenz, und 2. Vorsitzenden, Helmut Stüber, wurde gegen manche Bedenken aus dem „Männerlager“ 1974 ein gemischter Chor etabliert, der schon bei seinem ersten Auftritt beim Familienabend im Januar 1975 beachtenswerte Leistungen bot. Im Frühjahr 1977 integrierte man schließlich den bestehenden Schulchor in den Verein. Unter der Ägide von Dirigent Steinheuer entstand auch eine Chorgemeinschaft mit mehreren Chören der Region, die sich am Ende auf die drei Männerchöre Reinsfeld, Osburg und Mertesdorf konzentrierte. Eine Vielzahl von weltlichen und geistlichen Konzerten – teils als Benefizkonzerte zur Unterstützung sozialer Projekte –  in Reinsfeld und in der Region entsprang dieser fruchtbaren Zusammenarbeit in den siebziger und achtziger Jahren. Daneben wurde die Wiederholung der Leistungsprüfung auf Landesebene nicht vernachlässigt. Mit dem Versuch im Jahre 1985, beide Chorformationen gleichzeitig zum Meisterchortitel zu führen, hatten sich Dirigent und Verein wohl etwas viel zugemutet. Das Ziel wurde leider knapp verfehlt. Die Konzentration auf den Gemischten Chor in den kommenden Jahren zahlte sich  schließlich aus. Die Formation errang 1989 beim Bundesleistungssingen in Klüsserath den begehrten Titel mit der Note 1,27. Leider beendete Steinheuer kurz darauf seine Arbeit als Dirigent.

Mit der Verpflichtung von Günter Weilerswist hatte der Verein abermals schnell Ersatz gefunden und wie sich später herausstellen sollte wieder ein großes Los gezogen. Er setzte zügig und erfolgreich die Arbeit seines Vorgängers fort und führte den Männerchor bereits 1994 beim Bundesleistungssingen in Klüsserath zum Titel Meisterchor. Mit dem Gemischten Chor erwarb er den Titel, der 5 Jahre geführt werden darf, in den Jahren 2000 (höchste Punktzahl aller teilnehmenden Chöre) und 2005 zweimal in Folge.

Unter dem Dirigat von Günter Weilerswist belebte der Verein aber auch die „Konzertlandschaft“ wieder. Das große Schubertkonzert zum 200. Todestag des Komponisten (1997), das Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Konzert anlässlich des 90 jährigen Vereinsjubiläums (2002) oder die Open-Air-Konzerte (2004 und 2007) seien nur beispielhaft herausgestellt.

Das Leistungsspektrum der beiden Chorformationen ließ auch überregionale Institutionen aufhorchen. So erhielt der Verein schon 1985 die Gelegenheit, bei der von der Sparkasse Trier initiierten Schallplattenproduktion „Brücken“ zu Gunsten eines Guten Zweckes mitzuwirken. Im Jahr 2000 gestaltete der Verein in offiziellem Auftrag des Landkreises das Freundschaftssingen anlässlich der 10 jährigen Partnerschaft der Kreise Trier-Saarburg und Saalfeld-Rudolstadt (Thüringen) und ein Jahr später die Begleit-CD zum Chorheft „Choreley 2001 – Stadt, Land, Fluss“ des Kultursommers Rheinland-Pfalz mit. Auch der SWR wurde auf die Chorformationen aufmerksam. 2001 durfte der Gemischte Chor bei der SWR 4-Radiosendung „Heimatmusikanten“ in der Hochwaldhalle Hermeskeil mitwirken und 2004 erfolgten für diese Sendung Rundfunkaufnahmen mit dem Gemischten Chor im Studio in Kaiserslautern.

Mit Gründung der Formation „Chorschatten“, die 1997 aus einer Laune heraus entstand und inzwischen ein eigenständiger Verein ist, begann man die Veranstaltungslandschaft auch mit A-cappella-Konzerten zu bereichern. Im Mai 2000 verpflichtete der Verein mit der Formation „6-Zylinder“ zum ersten Mal Profis für ein Konzert. Sie sollten nicht zum letzten Mal in Reinsfeld gewesen sein. Bereits ein Jahr später gestaltete die Formation „Chorschatten“ zusammen mit zwei regionalen Formationen ihr erstes eigenes Konzert und beim Konzert mit der Profigruppe „BASTA“ aus Köln im Jahre 2004 durfte sie erstmals schon als Vorgruppe fungieren. Die Organisation dieser Konzerte ging mit der Eigenständigkeit der Formation ab 2007 in deren Hände über. Die Verbindung zum „Mutterverein“ ist immer noch vorhanden, da einige Sängerinnen und Sänger in beiden Vereinen aktiv sind und die Chorleiterin Andrea Stüber die Chorleiterlücken nach dem plötzlichen Tod des Dirigenten Weilerswist und jetzt nach der Trennung von Chordirektor Norbert Schmitz für das Jubiläumsjahr bereitwillig übernommen hatte. Der Chorschatten war auch spontan bereit, die Idee eines A-cappella-Konzertes im Rahmen der Jubiläumsfeier zu unterstützen und es mitzugestalten.

So darf sich das musikinteressierte Publikum freuen, wenn die inzwischen weltbekannte „Newcomer-Gruppe“ VOCALDENTE aus Hannover und der Chorschatten aus Reinsfeld am Freitag den 09. März den Reigen der Jubiläumsveranstaltungen eröffnen.

Fortsetzung folgt........................

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