In Punkto DSL, schnelles Breitband und Glasfaser wird Reinsfeld wohl weiterhin noch in die „Röhre“ schauen müssen. Die Anbindung ins World Wide Web wird noch für längere Zeit im Schneckentempo in Reinsfeld ablaufen, während woanders die digitalen Medien für weiteren Auftrieb sorgen. Damflos und Neuhütten haben erst kürzlich mit der Deutschen Telekom Verträge zum Anschluß an das DSL (Digital-Subscriber-Line)-Breitbandtechnik unterschrieben und werden mit nur minimalen Eigenanteilen Ende 2010 wohl Gas geben können auf der Daten-Autobahn.
Schnelles DSL – Lahmes Verfahren
Bereits schnell verlegt waren die Leerrohre entlang des Radweg von Kell nach Reinsfeld. Aber ohne Inhalt – sprich Glasfaserkabel – schaut Reinsfeld weiter ins „Leere“. Desweiteren sind Arbeiten an den Knotenpunkten (Umschaltstationen) notwendig und eventuell weitere Stationen erforderlich, damit dann auch flächendeckend im gesamten Ort versorgt werden kann mit dem High-Speeed-DSL. Das Verfahren dazu ist aber langwieriger, umständlicher, komplizierter und wesentlich „lahmer“ als erwartet, ließ uns Bürgermeister Rainer Spies wissen. Um einen Kooperationsvertrag mit einem Telefonnetzanbieter abschließen zu können muss die Gemeinde ein Ingenieurbüro einschalten. Das Verfahren sei sehr kompliziert, da insbesondere auch Angebote anderer Netzanbieter (wie aus dem Mobil oder Satelletitenbereich) eingeholt werden müssen. Das bedauert der Reinsfelder Ortsbürgermeister sehr, denn damit rennt ihm und den Interessenten tagtäglich die Zeit davon. Die kalkulierten Kosten summieren sich auf etwa 110.000 Euro. Diese splitten sich in 80.000 Euro für Maßnahmen innerhalb von Reinsfeld und 30.000 Euro für die Glasfaserverkabelung ausserorts und die Anbindung an Kell. Gleiche Maßnahme,- unterschiedliche Förderung. „ Dies ist möglich“ erklärte Spies, „denn zu den innerörtlichen Kosten steuerte das Land bislang 90 % dazu, wobei bei den Kosten außerorts ein Fragezeichen hinter der Zuschußhöhe stehen bleibt.“
Forstplan 2010 - Über 60.000 Plus
Mit einem Plus soll der Forstwirtschaftsplan 2010 für die Gemeinde abschließen. Revierleiter Martin Ritter kalkuliert mit 60.488 Euro Überschuss, die aus Einnamen von 476.923 Euro resultieren, denen insgaesamt 416.435 Euro Ausgaben gegenüber stehen werden. Der Forderung der Gemeinde an eine nachhaltige Forstwirtschaft trägt Ritter mit dem anvisierten Holzeinschlag Rechnung. 1000 Festmester weniger wie die Gesamtplanung auf 10 Jahre werden 2010 im Forst geschlagen. Dies sind dann immerhin aber noch 8505 Festmeter.
Prioritätentabelle – TuS wartet auf Aufstieg
Mit geschätzten rund 200.000 Euro General-Sanierungskosten für das Sportlerheim des TuS Reinsfeld am Rasenplatz muss ein größeres Vorhaben sich zunächst weit hinten anstellen in der Warteschlage für Zuschüsse und Genehmigungen. Dies sehen auch die Sportler des TuS so und möchten statt schnellerer kleinerer Lösungshäppchen lieber auf das große Gesamtpaket warten. Dies wäre dann auch wirtschaftlich sinnvoller für Verein und Gemeinde. Bis aber hier alle Hebel in Gang gesetzt sind wird das Notwendigste und Wichtigste am Sportplatzgebäude repariert, damit ein Spielbetrieb und eine Nutzung weiter möglich ist. Aufgabe der Gemeinde ist es aber umgehend Zuschussanträge bei der VG und über die Verbandsgemeinde an Kreisverwaltung und Land zu stellen. Dann gilt es sich hinten einzureihen und abzuwarten bis die Generalsanierung Sportlerheim in der Prioritätentabelle des Kreises genug Plätze nach oben gut gemacht hat, um „aufzusteigen“.