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Ehrenmitglied Eduard Weber feiert 75. Geburtstag

Am 16.07.2009 feierte Sangesbruder Eduard Weber seinen 75. Geburtstag. Der Quartettverein "Concordia" Reinsfeld wünscht seinem Ehrenmitglied alles Gute und viel Gesundheit. Die Sängerinnen und Sänger ließen es sich nicht nehmen auf der Probe Ihrem langjährigen Sangesfreund ein Ständchen zu singen.

Klangvolles Geistliches Konzert

Klangvolles Geistliches Konzert zum 100. Weihetag der Reinsfelder Pfarrkirche. Trotz sommerlicher Temperaturen konnte Pfarrer Thomas Linnartz ein gut gefülltes Gotteshaus begrüßen. Die Musikbegeisterten brauchten die Entscheidung, am frühen Sonntagabend in die Kirche zu gehen statt den Biergarten aufzusuchen, nicht bereuen. Von etwa 160 Sängerinnen und Sängern bekamen sie Chormusik vom Feinsten aus allen Stilrichtungen, von der Renaissance bis in die Neuzeit zu hören. Den Reigen eröffnete die Chorformation aus den Kirchenchören Reinsfeld und Kell am See unter Leitung von Elmar Neufing. Sie beendeten passend zum Anlass ihren ersten Teil mit „Locus iste“, einer „Motette zum Kirchweihfest“ von Anton Bruckner. Den zweiten Teil bestritten die Männerchöre des Quartettvereins Reinsfeld und des MGV Schillingen. Sie boten stimmgewaltig überwiegend Werke noch lebender zeitgenössischer Komponisten. Das Reinsfelder A-cappella-Ensemble „Chorschatten“ spannte anschließend gekonnt den Bogen von Barock bis Moderne. Barock und Klassik dominierte dann die Vorträge des Gemischten Chores des Quartettvereins Reinsfeld, bevor die Formation aus den beiden Kirchenchören den letzten Teil des Konzertes bestritt. Zwischen den Blöcken mit Chormusik begeisterte Marcus Adams aus Kenn, Student der Kirchenmusik im 4. Semester an der Hochschule für Musik in Saarbrücken, die Zuhörer mit seinem ausgezeichneten Orgelspiel. Auch er hatte mit seinem letzten Stück etwas Besonderes ausgewählt. Erinnerte doch „Ritzy“ aus der „Art Deco Suite“ von Nigel Ogden den Zuhörer schon fast an ein Kirmeskarussell. Mit dem 1930 von Wilhelm Stockhausen komponierten Gebet um Frieden „Da pacem, Domine“ beendeten die Chöre gemeinsam ein Konzert auf hohem Niveau und verpassten den Zuhörern mit 160 Kehlen  noch einmal eine „Klangdusche“ par Excellanze. Lang anhaltender stehender Applaus dankte den engagierten Akteuren, die sich das anschließende kühle Bier im Pfarrgarten redlich verdient hatten.

Quartettverein „Concordia“ Reinsfeld auf Sängerfahrt

Nach dreijähriger Pause startete der Quartettverein „Concordia“ Reinsfeld wieder zu einer mehrtägigen Sängerfahrt. Am frühen Morgen des 1. Mai 2009 brach eine bunte und fröhliche Schar auf, um das diesjährige Ziel – den Raum Spessart/Odenwald und die Stadt Würzburg anzusteuern. Nach einer ausgiebigen Brotzeit  erreichte man bei herrlichem Wetter als erstes „Etappenziel“ das noch in Privatbesitz befindliche Wasserschloss in Mespelbrunn und besichtigte ausgiebig dessen erlesene Einrichtung an Möbeln, Porzellan, Gemälden und die umfangreiche Waffensammlung. Auf dem Weg zur zweiten Station, der Unterfränkischen Stadt Lohr am Main, fiel man spontan mit der ganzen Busladung auf der Maifeier der Feuerwehr Hessenthal ein und brachte die Organisatoren ganz schön ins Schwitzen. Doch der Stress war schnell vorbei und der Bann gebrochen, als der Männerchor auf der Bühne im Zelt ein paar frische Lieder schmetterte, die vom Bürgermeister mit einigen Meter Bier belohnt wurden. Am späten Nachmittag erreichte man das Hotel Linde in Heimbuchenthal das man als Domizil ausgewählt hatte. Der zweite Tag war ganz der Mainmetropole Würzburg gewidmet. Erste Anlaufstation war das UNESCO Weltkulturerbe „Festung Marienberg“. Die Mittelalterliche Burg, seit 1250 in Besitz der Würzburger Fürstbischöfe, wurde durch diese zuerst zum wehrhaften Renaissanceschloss und später zur barocken Festungsanlage ausgebaut. Nach der Erstürmung durch die Schweden mit einem Kranz gewaltiger Bastionen umgeben wurde sie nach der Verlegung der Hofhaltung in die neu erbaute Stadtresidenz nur noch für militärische Zwecke genutzt. Ein imposantes Bauwerk mit fantastischem Ausblick auf die Stadt und die Umgebung. Anschließend tauchte man in die Stadt ein und jeder konnte nach eigenem Gusto die vielen Sehenswürdigkeiten erkunden oder beim Bummel durch die Stadt und den Künstlermarkt auf der Mainbrücke nach Schätzen stöbern. Nach einem Abstecher zum wunderschönen Schloss Veitshöchheim mit Rokokogarten klang der Tag aus bei einem „Räuberbuffet“ im Hotel. Am Sonntag bummelte man gemütlich über den Odenwald in die Heimat zurück. Erste Station war die Benediktinerabtei Amorbach. Spontan durfte sich der gemischte Chor im Altarraum gruppieren und die kurz nach Ankunft beginnende Messfeier der evangelischen Kirchengemeinde mit dem „Cantate Domino“ eröffnen. Ein beeindruckendes Erlebnis nicht nur weil die exzellente Akustik den letzten Ton Sekunden danach noch im Raum schweben ließ, sondern weil die Ausflügler durch die Messfeier auch in den Genuss kamen, die größte und bedeutendste Orgel der Gebrüder Stumm (1782 nach achtjähriger Bauzeit vollendet) zu hören. Auch wenn bei dieser Gelegenheit die Möglichkeiten des Instrumentes nur ansatzweise zum Tragen kam, konnte man den unerschöpflichen Klangreichtum der 5116 Pfeifen und 30 Schalenglocken, die sich auf 66 Register verteilen und von vier Manual- und einer Pedalklaviatur gespielt werden, erahnen. Nach Besichtigung der malerischen Städtchen Miltenberg und Michelstadt erreichte man müde aber gut gelaunt und aufgebaut für die Probenarbeit am frühen Abend wieder die Heimat.

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